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Cyber Security – Backup III

Veröffentlicht von Stefan Schreiner am

Arten von Datenverlusten

Der Verlust von Daten und/ oder der Datenintegrität kann unterschiedliche Ausmaße annehmen. Dieser Artikel schliesst an die Artikel Backup I und Backup II Eine mögliche Unterteilung und Beschreibung dazu:

Einzelne Dateien/ Daten:

Löscht ein Anwender versehentlich eine Datei oder ein Verzeichnis, genügt es in der Regel, genau diese Daten wiederherzustellen. Das Problem dabei ist meist, dass der Anwender gar nicht mehr so genau weiß, was er eigentlich gelöscht hat. Es kann sein, dass der Administrator mehrmals zur Rücksicherung greifen muss, weil dem Anwender nach und nach die benötigten Dateien einfallen.

Dateisystem:

Nach einem Stromausfall oder bei sonstigem plötzlichen Abschalten des Servers sind die Daten im Dateisystem oft inkonsistent, weil Teile des Dateisystems aus Geschwindigkeitsgründen im Hauptspeicher zwischengespeichert werden. Dieser Speicher ist nach einem Stromausfall oder plötzlichen Abschaltung leer, die Daten auf der Festplatte sind inkonsistent. Journaling Dateisysteme helfen meist, den letzten konsistenten Zustand vor der Abschaltung zu rekonstruieren. Hat man kein Journailing Dateisystem oder klappt die Rücksicherung aus dem Journal nicht, ist das Dateisystem inkonsistent. Dateisysteme, wie BTRFS und ZFS, sind aktuelle Vertreter solcher Dateisysteme.

Festplatte:

Der Ausfall einer ganzen Festplatte muss immer einkalkuliert werden, und der Einsatz eines RAIDS hilft oft, aber nicht immer weiter. Im Falle eines Falles benötigt man nicht nur die eigentlichen Daten, sondern auch zusätzlich eine Information über die Organisation der Daten auf der Festplatte (z.B.: Partitionierung, Dateisysteme). Diese Information ist in der Regel in der reinen Datensicherung nicht enthalten.

Natürlich benötigt man auch eine neue Festplatte. Eine eventuelle notwendige Wiederbeschaffung verzögert die Wiederherstellung der Daten.

Kompletter Rechner:

Fällt ein Rechner insgesamt aus, etwa nach einem Blitzschlag oder Brand, muss ein vollständig lauffähiges System von einer Datensicherung wiederhergestellt werden.Wie beim Ausfall einer Festplatte benötigt man zusätzliche Informationen über die Organisation von Daten und die notwendige Ersatzhardware. Oft kommt es vor, dass man nicht alles aus der Datensicherung eins zu eins wiederherstellen kann, weil eine Anwendung explizit installiert werden will und dabei möglicherweise auch eine Registrierungsschlüssel benötigt. In solchen Fällen ist über die Information der Organisation der Daten hinaus auch Zusatzinformation notwendig, wie die betreffenden Anwendungen zu installieren sind. Selbstverständlich wird auch das Installationsmedium benötigt. Weniger bedacht wird oft, dass installierte Software online aktualisiert wird. Falls man die Aktualisierungen nicht einzeln aus dem Internet laden und lokal speichern kann, benötigt man während der vollständigen Rekonstruktion des Servers auch eine Internet Anbindung.

Die unterschiedlichen Arten des Datenverlust beeinflusst natürlich die Rekonstruktion. Beim Verlust einzelner Dateien benötigt man eine Aufzeichnung, welche Datei sich auf welchem Medium im aktuellsten Zustand befindet. Das übernimmt im Idealfall die Sicherungssoftware. Bei der Rekonstruktion von Dateisystemen kann einfach alles zurückgesichert, bei Festplatten und Server muss erst einmal wieder lauffähige Hardware besorgt und für die Rekonstruktion vorbereitet werden. Eine Dokumentation etwa über die Partitionierung ist unumgänglich. Partitioniert man eine Festplatte falsch, können Dateisysteme zu klein geraten und die Daten von Sicherungsmedium nicht mehr vollständig ins Dateisystem zurückgesichert werden. Die Methode Versuch und Irrtum kostet viel Zeit.

Haben Sie Fragen zum Thema Backup, dann helfen wir Ihnen gerne weiter. Wir haben Erfahrung im vielen Projekten gesammelt. Von ganz groß bis klein und hausgemacht. Wir legen mit Ihnen den für sie benötigten Leistungsumfang für Ihr Backup fest – das Risiko als Grundlage. Wir unterstützen sie bei der Hard- und Softwareauswahl, wie auch bei der Umsetzung.